Kündigung und Repressalien gegen Gewerkschafter bei der Charité-CFM müssen ein Ende haben

Pressemitteilung der SPD-AfA Charlottenburg-Wilmersdorf

Beendigung der Kampagne gegen die Mitglieder der Verhandlungs- und Tarifkommission.

Sofortige Rücknahme der Kündigung von Daniel Turek.

Das gewerkschaftsfeindliche Verhalten der Charité-CFM-Geschäftsführung ist nicht neu und bekannt.

Im Juli hat sie versucht aktive, streikbereite Gewerkschafter rauszukaufen mit den Worten: „Wieviel müssen wir zahlen, damit Sie den     Betrieb sofort verlassen.“? Im August und September hat sie in der Reinigung Kolleg*innen mit den Worten „Wenn Ihr Euch bei ver.di organisiert, verliert ihr Euren Arbeitsplatz“ eingeschüchtert.

In der Folge haben sich der Berliner Senat und die Charité Geschäftsführung in die laufenden Tarifverhandlungen eingeschaltet und die Tarifverhandlungen mit ver.di nicht mehr der CFM-Geschäftsführung allein überlassen. 

Alle Beteiligten sind davon ausgegangen, dass diese Verhandlungen jetzt schnell zum Abschluss kommen.

Aber die Charité- CFM-Geschäftsführung boykottiert diese Verhandlungen indem sie zu weiteren Maßnahmen gegriffen hat. Von den vier ehrenamtlichen Gewerkschaftsmitgliedern der Verhandlungskommission wurde einem schon fristlos gekündigt, gegen zwei weitere wurde ein Kündigungsverfahren eingeleitet. Das kann nicht akzeptiert werden!

Der Versuch der Charité-CFM Geschäftsführung faktisch über die Zusammensetzung einer gewerkschaftlichen Verhandlungskommission zu entscheiden, kann von uns Arbeitnehmervertreter*innen nicht akzeptiert werden.  

Über die Zusammensetzung der gewerkschaftlichen Verhandlungskommission entscheidet allein die Gewerkschaft.

Dieses gewerkschaftsfeindliche Treiben der Charité-CFM Geschäftsführung muss vom Senat sofort beendet werden.

Hintergrund:

Die ver.di Betriebsgruppe der Charité CFM hat eine Tarifkommission gewählt. Aus dieser wurde eine Verhandlungskommission gebildet. Diese besteht aus: dem zuständigen Gewerkschaftssekretär Marco Pawlik; Daniel Turek, Katharina Wehmhöfer, Christian Haberland und Sascha Kraft, alles Beschäftigte der Charité-CFM.

Inzwischen wurde Daniel Turek unter fadenscheinigen Anschuldigungen fristlos gekündigt. Christian Haberland als Mitglied der Tarifkommission hat einen Brief zu einer Anhörung über eine Kündigung erhalten. Katharina Wehmhöfer wurde ein Auflösungsvertrag zugeschickt, mit der Aufforderung diesen unterschrieben zurückzuschicken.

Verhandelt wird ein Tarifvertrag für die Charité-CFM, ein Stufenplan in den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes (TVöD), um die Armutslöhne bei der CFM zu überwinden.

Die CFM war 2006 von der Charité als Tochterfirma ausgegründet worden – mit dem Ziel, Lohn- und Sozialdumping zu betreiben. Jahrelang war die Billigtochter CFM ein Public-Private-Partnership-Projekt und tariflos. Seit dem 1. Januar 2019 ist sie nach jahrelangen Kämpfen der Belegschaft mit ver.di wieder eine 100-prozentige Tochter der Charité. Die CFM beschäftigt rund 2.500 eigene Beschäftigte, die von den Tarifverhandlungen und dem Konflikt betroffen sind. Außerdem arbeiten bei der CFM auch sogenannte gestellte Mitarbeiter*innen, die arbeitsvertraglich zur Charité gehören und dem dort geltenden Tarifvertrag unterliegen. Die CFM erbringt an den Charité-Standorten diverse technische und logistische Dienstleistungen wie z.B. Abfallentsorgung, Krankentransporte, Reinigung, Sterilisation und die gesamte Essensversorgung für die Patienten.

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