Karstadt: Enteignen – und Umwandlung in eine Genossenschaft

Der ver.di Ortsverein Nordwest, der DGB-Kreis Charlottenburg-Wilmersdorf, die AfA KarstadtBerlin, die SPD, AsF, gemeinsam mit Betriebsräten und Beschäftigten haben von Galeria Karstadt Kaufhof in der Wilmersdorfer Straße ein starkes Zeichen für Solidarität gesetzt und gegen die drohende Schließungen bei Karstadt protestiert.

Der Beschluss des Immobilien-Tycoon und mehrfachen Milliardärs und seiner Signa Holding 62 von 172 Warenhäuser zu schließen und damit 6000 von 28.000 Arbeitsplätze zu zerstören, ist eine Katastrophe für die Beschäftigten und deren Familien und für die Einzelhandelsstandorte. Für die Betroffenen Kieze wird die Schließung der Häuser eine Zäsur sein. Zahlreiche weitere Geschäfte sind abhängig von den Kundenströmen der Karstadt-Filialen. Somit werden weitere Schließungen in den Einkaufszentren folgen. Und das bei einem Warenhaus, das in der Wilmersdorfer Straße sogar „schwarze Zahlen“ schreibt.

In Berlin sollen 6 Filialen von 13 geschlossen werden und ca. 850 der 2400 Beschäftigten ihren Arbeitsplatz verlieren. Weder die Abfindungen von höchsten 2,5 Bruttogehälter noch die Bildung von Transfergesellschaften, in der Entlassene für sechs Monate unterkommen dürfen – bevor ihnen der endgültige Gang in die Arbeitslosigkeit droht -, sind eine Lösung.

Die AfA Berlin Charlottenburg – Wilmersdorf verurteilt dieses skrupellose Vorgehen von Benko, der – unter zynischer Berufung auf die Zwänge der Corona-Pandemie – 1000e Beschäftigte der Arbeitslosigkeit zur Sicherung seiner Spekulationsprofite ausliefert.

Die AfA Charlottenburg-Wilmersdorf hat diese Situation nach der Kundgebung diskutiert und ist zu folgendem Ergebnis gekommen:

  • Dem Besitzer und Finanzspekulant u.a. René Benko und seiner Signa Holding müssen die Entscheidungsgewalt über die Zukunft von Karstadt, über das Schicksal 1000er Beschäftigter und ihrer Familien genommen werden. Sie sind zu enteignen
  • Die Arbeitsplätze und Warenhäuser gehören unter staatlichen Schutz.Keine Schließung, Keine Entlassungen.
  • Karstadt muss langfristig in eine Genossenschaft umgewandelt werden.
  • Dafür ist sofortiges Handeln der Bundesregierung notwendig.
  • Berliner Senat ist aufgefordert, gemeinsam mit den Bezirksbürgermeistern und den anderen Bürgermeistern der Karstadt – Standorte eine entsprechende Initiative zu ergreifen.

zum download: AFA 184 Karstadt

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